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Es ist wichtig

Warum ist es wichtig, so früh wie möglich Kinder intensiv mit Musik und Musizieren in Berührung zu bringen?
Die neuen Forschungen über Babys geben darauf Antworten. Es hat sich herausgestellt, dass die Fähigkeiten, die es uns ermöglichen, etwas über die Welt und uns selber zu lernen, ihren Ursprung im Säuglingsalter haben. Babys und Kinder verfügen über hoch leistungsfähige Lernmechanismen. Stellen wir uns das Gehirn von Babys als ganz besonderen biologischen Computer vor. Schon die allerkleinsten Babys verfügen über leistungsfähige Programme zum Verstehen der Welt.

Vom ersten Tag an verändert die Erfahrung das Gehirn. Alles, was ein Baby sieht, hört, schmeckt, berührt und riecht, beeinflusst die Art und Weise, in der sich sein Gehirn aufbaut. So wissen Babys bei der Geburt bereits mehr über Sprachen, als wir glauben.

Sie verfügen in ihrem "Biocomputer" über eine universelle Software zum Erlernen jeder beliebigen Sprache. Sie haben damit die Voraussetzung, alle Unterschiede der Lautbildung zu imitieren, zu reproduzieren, die in sämtlichen Sprachen der Welt gemacht werden. Babys sind in diesem Sinne "Weltbürger". Babys lernen durch Imitation. Die Imitation bringt sie dazu, sich auf neue genetisch nicht festgelegte Weise zu verhalten, und zwar tatsächlich so, wie die Erwachsenen ringsum.

Imitation ist der Motor der Kulturen, ein angeborener Mechanismus, mit dessen Hilfe man von Erwachsenen lernen kann. Zwischen dem sechsten und zwölften Lebensmonat fangen die Babys an, die Laute ihrer Sprache nach Art der Erwachsenen zu ordnen. Jetzt entscheidet sich, ob das Baby deutsch, japanisch, englisch, französisch oder chinesisch als Muttersprache entwickeln wird. Babys beherrschen zuerst die Laute ihrer Sprache und können dadurch Wörter leichter lernen.

Mit ungefähr sieben oder acht Monaten fangen die Babys an zu "babbeln". Sie beginnen, Silbenreihungen von sich zu geben, die aus Konsonanten und Vokalen bestehen, "DADADA" oder "BABABA". Babys aus allen Kulturen "babbeln" zunächst auf identische Weise. Wenn Babys den ersten Meilenstein des Babbelns erreicht haben, ist die universale Phase der Sprachproduktion zu Ende.

Im Alter von ungefähr einem Jahr wenden sie sich von den Lauten ab und den Wörtern zu. Das lässt darauf schließen, dass es sogenannte "Zeitfenster" gibt, die innerhalb eng abgesteckter Zeiträume geöffnet sind, um neue Erfahrungen und neues Wissen hereinzulassen. Ist die Zeit abgelaufen, schlägt das Fenster zu und die angebotenen Informationen können nicht mehr in der ursprünglichen Qualität verarbeitet werden. Wir wissen, dass es den meisten Menschen viel schwerer fällt, im späteren Alter eine zweite Sprache zu erlernen als in der Kindheit. Aber Kinder, die sehr früh, zwischen dem zweiten und siebten Lebensjahr, eine zweite Sprache erlernen, schneiden in verschiedenen Tests genau wie Muttersprachler ab.

Aus den vorgenannten Gründen ist es sinnvoll und wichtig, Babys bereits vor dem sechsten Lebensmonat mit Musik auf vielfältige Weise in Berührung zu bringen. Das Hören von musikalischen Lauten und Klängen, das "singende Nachbabbeln" der Lieder, führt zur intensiven Vernetzung der Gehirnzellen. Die universelle Software im "Biocomputer" des Babys zum Erlernen jeder beliebigen Sprache erkennt die Musik wie eine Sprache und schafft Voraussetzungen dafür, wie intensiv die Beschäftigung mit der Musik als zweite "Muttersprache" erkannt und erworben wird. Intensive Beschäftigung mit der Musik und insbesondere das Instrumentalspiel ist in mehrfacher Hinsicht für die Entwicklung jedes Menschen von größtem Vorteil.